Erklärung der jugoslawischen Schriftsteller zur Deportation von Georg Lukács, 14.12.1956

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Die jugoslawischen Schrifsteller solidarisieren sich in einer am 14. Dezember 1956 in der Zeitung "Borba" abgedruckten Erklärung mit der Petion der ungarischen Schriftsteller zur Frailassung von Georg Lukács:

Wir haben aus einem Bittgesuch des Ungarischen Schriftstellerverbandes, das uns vor einigen Tagen aus Budapest zugesandt wurde, ersehen, daß der hervorragende ungarische Philosoph und Schriftsteller, dessen Werke in der ganzen Welt als ein Beitrag zur zeitgenössischen Kultur und Fortschrittlichkeit geschätzt werden, „an einen unbekannten Ort deportiert worden ist". Wir sind in Sorge um sein Geschick. Sein Alter macht, diese Deportation noch unverständlicher... Wir verlangen, das Lukács so bald wie möglich in Freiheit gesetzt wird.

Wir halten es für die Pflicht der jugoslawischen Autoren, dieses Gesuch zu stellen, und zwar vornehmlich aus dem Grunde, weil Lukács verhaftet wurde, als er gerade aus freiem Willen die jugoslawische Botschaft verließ, in die er sich am 14. November geflüchtet hatte.

Quelle: Lasky, Melvyn J. (Hg.), Ein Weißbuch. Die ungarische Revolution. Die Geschichte des Oktober-Aufstandes nach Dokumenten, Meldungen, Augenzeugenberichten und dem Echo der Weltöffentlichkeit, Berlin 1958, S. 330f.

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in Kooperation mit Zeitgeschichte-online