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Bundeswehr-Ehrenmal-Inhalt
Das Ehrenmal der Bundeswehr –
eine notwendige Debatte

Pressestimmen und Materialien
zusammengestellt von Jan-Holger Kirsch und Irmgard Zündorf

Im Juni 2007 stellte Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung den Siegerentwurf eines Wettbewerbs für ein Ehrenmal zum Gedenken an die „im Dienst gefallenen Soldaten der Bundeswehr“ vor. Schon ab Herbst soll es auf dem Gelände des Ministeriums in Berlin errichtet werden und an die rund 2.600 Angehörigen der Bundeswehr erinnern, die seit der Gründung der bundesdeutschen Streitkräfte 1955 im Dienst ums Leben gekommen sind.
 
Kritik an den Plänen des Verteidigungsministers setzte zum einen an der Art und Weise an, wie die Idee weitgehend ohne die Einbeziehung der Öffentlichkeit und des Parlaments vorangetrieben wurde. Zum anderen ist der vorgesehene Standort moniert und als Alternative ein Platz vor dem Reichstagsgebäude angeregt worden. Dagegen gibt es kaum grundsätzliche Kritik an dem Vorschlag, einen Ort zu schaffen, an dem Angehörige, Politiker und Staatsgäste der toten Bundeswehrsoldaten gedenken können. Unklar bleibt aber, wessen genau gedacht werden soll, da sich die meisten Todesfälle bei Unfällen im Inland ereigneten. Ein weiterer Alternativvorschlag reduziert daher das Gedenken auf die bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommenen Soldaten.
 
Politisch und publizistisch scheint die Debatte schon abgeschlossen zu sein, bevor sie überhaupt begonnen hat. Aus zeitgeschichtlicher Sicht ist sie aber weiterhin von Interesse und verdient eine breitere Aufmerksamkeit als bisher – nicht zuletzt vor dem Hintergrund früherer Debatten etwa um die Gestaltung der Neuen Wache oder des Denkmals für die ermordeten Juden Europas. Deshalb haben wir einige Materialien und Kommentare zusammengestellt, die die bisherige Diskussion dokumentieren und weiterführen sollen. Als Reprint veröffentlichen wir einen Aufsatz des Historikers Manfred Hettling, der bereits vor der Wettbewerbsentscheidung des Verteidigungsministeriums erschienen ist. Weitere Bestandteile des Themenschwerpunkts sind eine ausführliche Sammlung von Pressestimmen zum Ehrenmal-Projekt sowie eine Erläuterung aus Sicht des Verteidigungsministeriums, in der auch die verschiedenen Entwürfe abgebildet und beschrieben sind.

Nachtrag:
Am 8. September 2009 wurde das Ehrenmal der Bundeswehr eingeweiht (siehe auch die Pressestimmen).

Debatte:


Digitaler Reprints:



Pressestimmen zur Debatte 


Weiteres Material:


Bundesministerium der Verteidigung
Das Ehrenmal der Bundeswehr. Informationen und Hintergründe, Berlin 2007

Offener Brief von Kunsthistoriker/innen und Historiker/innen
<www.ulmer-verein.de/uv/content/OffenerBriefPressetext.pdf>

Veranstaltungen:

[Tagung] Soldatentod in heutigen Kriegen. Herausforderungen für politische Normenbildung und Erinnerungskultur
Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 6. bis 8. Juni 2008
<www.loccum.de/programm/p0825.html>

Siehe dazu den Tagungsbericht von Bentje Woitschach:
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2172>

[Tagung] Der Tod des Soldaten als demokratische Herausforderung
Ein internationaler Vergleich
24. bis 26.10.2007, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=7748

Siehe dazu die Rezension des Tagungsbandes von Jan-Holger Kirsch:
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2008-4-078>

[Workshop] Soldatentod und demokratische Gedenkkultur. Das geplante Bundeswehrehrenmal in historischer und internationaler Perspektive, 22.9.2007, Berlin
http://www.ulmer-verein.de/uv/index.php



Zitierempfehlung: Zeitgeschichte-online, Thema: Das Ehrenmal der Bundeswehr – eine notwendige Debatte, herausgegeben von Jan-Holger Kirsch und Irmgard Zündorf, September 2007, URL: http://www.zeitgeschichte-online.de/md=Bundeswehr-Ehrenmal-Inhalt


Virtuelle Ausstellung des MGFA zum 50jährigen Bestehen der Bundeswehr

MGFA


Homepage der Ausstellung

Die virtuelle Ausstellung folgt analog dem chronologischen Prinzip der Wanderausstellung und ist dem entsprechend in fünf größere Abschnitte gegliedert:

• Sicherheit im Kalten Krieg: Die Bundesrepublik und ihr Beitrag zum westlichen Bündnis (1945-1955)

• Im Zeichen der "Massiven Vergeltung" (1956-1967/69)

• Im Zeichen der "Flexiblen Antwort" (1967/69-1989)

• Epochenwechsel: Die Bundeswehr im Wiedervereinigungsprozess

• Neue Verantwortung: eine Armee im Einsatz (1991-2005)


Im Zusammenhang mit der Ausstellung, werden zusätzlich Filmausschnitte aus den fünf Ausstellungsabschnitten angeboten. Mit Hilfe dieser Sequenzen kann der Besucher verstärkt in die Vergangenheit eintauchen. Des Weiteren bieten Bildergalerien einen visuellen Überblick zur Geschichte der Bundeswehr.


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