Pop meets History vom 3. bis 5. November 2011
Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Arbeitskreis Popgeschichte veranstalten gemeinsam in der Berliner Volksbühne die Tagung „PopHistory“.
Zeitgeschichte-online hat sich dies zum Anlass genommen, die Materialen des Themenschwerpunkts „Pop in Ost und West“ zu überarbeiten.
Die Geschichte raucht noch
Riots haben in Großbritannien eine lange Tradition. Ihr neues Aufflammen weckt Erinnerungen an postkoloniale Konflikte aus dem vergangenen Jahrhundert
London im August 2011
Erinnerung an Klaus Tenfelde
Amnesty International
Mit rund drei Millionen Mitgliedern und Unterstützern in 150 Ländern ist Amnesty International die bekannteste Menschenrechtsorganisation. Im Mai feierte sie ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass erinnert Zeitgeschichte-online an die „Universalisierung der Menschenrechte nach 1945“.
„Tschernobyl ist überall?“
Der Slogan hat sich in vielerlei Hinsicht bewahrheitet und mit Fukushima eine neue Dimension erreicht.
Melanie Arndt: Tschernobyl. Auswirkungen und Perzeptionen im deutsch-deutschen Vergleich
Mit Zorn und Eifer: Die Debatte um „Das Amt“
Erklärung zum Beschluss des Bundestages
„60 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen – Aussöhnung vollenden“
Am 10. Februar 2011 hat der Deutsche Bundestag mit den Stimmen der Regierungsfraktionen
einen Antrag von CDU/CSU und FDP angenommen, in dem die
Charta der deutschen Heimatvertriebenen vom 5. August 1950 zur Grundlage eines neu zu schaffenden Gedenktag für die Opfer von Vertreibung bestimmt wird.
Historiker/innen aus Deutschland und vielen anderen Ländern sehen darin ein falsches geschichtspolitisches Signal und haben eine Erklärung dazu ausgearbeitet.
Eine Resolution aus dem Nichts?
Der 38. Rechtshistorikertag fordert eine Neuregelung des Zugangs zu den Unterlagen des Bundesverfassungsgerichts
Kriegsverbrechen und deren Aufarbeitung im ehemaligen Jugoslawien
Boris Tadić in Vukovar
Die NS-Vergangenheit des Auswärtigen Amtes
Völkermord als Amtsgeschäft? Historiker dokumentieren die Verstrickung des Auswärtigen Amtes in die NS-Verbrechen und widerlegen die Legende vom Hort des Widerstands: "Das Amt und die Vergangenheit" von Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes und Moshe Zimmermann.
Wilhelmstraße 1935
Zeitgeschichte-online auf dem Historikertag
Humboldt-Universität zu Berlin
Dancing Auschwitz
Auschwitz, Dachau, Theresienstadt, Lódz sind die Schauplätze eines Videokunstwerks, das die australische Künstlerin Jane Korman unter dem Titel „I Will Survive: Dancing Auschwitz“ aufgenommen hat. Jane Korman und ihre Familie tanzen zu Gloria Gaynors bekanntem Hit aus den 1970er Jahren ...
Grenzenloses Déjà-vu
Die jüngsten Ereignisse im Golf von Mexiko offenbaren eine geradezu atemberaubende Kontinuität eines Mythos. Ein Mythos, der die Einführung moderner Technologien und die Vorstellungen vom technologischen Fortschritt seit über hundert Jahren begleitet...
Ungleichzeitigkeiten
Eine Zeitgeschichte der Medien- und Informationsgesellschaften wird sich vor allem mit der Dynamik der Debatten um den Zugang, die Kontrolle und die Verwendung von Daten auseinandersetzen müssen. Die Geschwindigkeit, mit der sich das Internet technisch und inhaltlich entwickelt hat, hinterlässt die politischen Eliten in der Regel hilflos.
Mythos Toyota
Der japanische Automobilkonzern Toyota geriet aufgrund einer gefährlichen Pannenserie in den letzten Wochen in die Schlagzeilen der Tagespresse. Der Fall des Mythos Toyota scheint tiefer als in der Branche üblich – die Dramaturgie der Presseberichterstattung spannender.
Ukraine – Grenzland
...Interessanter noch als die derzeitige ukrainische Debatte über mögliche Wahlfälschungen, den Unwillen Julia Timoschenkos, ihr Amt abzugeben, und der Blick auf die politische Spaltung des Landes sind jedoch - zumindest für Zeithistoriker/innen - die geschichtspolitischen Muster, die je nach Machtkonstellation bemüht werden, um das einende Band der Erinnerungskultur zu knüpfen.
Holodomor-Gedenkstätte in Kiew
November 2003: Rosenrevolution?
Am 23. November 2003 wurde der damalige georgische Präsident Eduard Schewardnadse gestürzt. Der Staatstreich verlief relativ friedlich: Schewardnadse trat zurück und überließ den Oppositionsgruppen und jüngeren Politikern die Macht, allen voran Micheil Saakaschwili. In der westlichen Öffentlichkeit wurden die Ereignisse als spontan und friedlich wahrgenommen. Jedoch war der Staatsstreich weder spontan – wie kaum ein historisches Ereignis – noch war sein Verlauf gänzlich von friedfertigen Absichten begleitet, selbst wenn das medial außerordentlich wirksame Bild einer „Rosenrevolution“ dies vermittelte.
Projektionen
Die Gründe für die exzessive Gewalt innerhalb des Jugoslawienkrieges, das Ausmaß und die Formen der Gräueltaten wurden in der Tagespresse der neunziger Jahre kaum analysiert. Hilflos und paralysiert zunächst, später verfangen im weltpolitischen Kompromisshandeln standen die westeuropäischen Eliten dem Krieg gegenüber. Zeithistorische Analysen des Geschehens gab es indessen von Seiten der Osteuropa-Historiker/innen recht früh.
Rumänische Engel
In Rumänien begann die Rote Armee mit den Deportationen im Januar 1945.
Die sowjetische Regierung forderte die Deportation aller in Rumänien lebenden Deutschen zwischen 17 und 45 Jahren – Frauen und Männer, unabhängig davon, ob sie Kriegsverbrechen begangen hatten oder etwa minderjährig waren. Mindestens 75.000 Rumäniendeutsche wurden in die Sowjetunion verschleppt. Unter ihnen befand sich die Mutter Herta Müllers.
In ihrem jüngsten Roman „Atemschaukel“ beschreibt Herta Müller die Angst, die Demütigungen, die Kälte, den Hunger der Deportierten und vor allem beschreibt sie die unendliche Sehnsucht, die die Deutschen Heimweh nennen.