Das Forschungsinteresse an der NS-Zeit – Trends und Perspektiven
Ein Gespräch mit dem Zeithistoriker Michael Wildt
von
Jan-Holger Kirsch
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Interview mit Michael Wildt am 14. Dezember 2009 in Berlin, Dauer: 49:24 min

Mitunter stößt man auf die Ansicht, über die Zeit der NS-Herrschaft sei alles Wesentliche erforscht und bekannt. Doch weiterhin – und von neuem – gibt es einen Bedarf an Forschung und Interpretation, schon weil sich die Fragestellungen in einem erweiterten Europa und einer zunehmend globalisierten Mediengesellschaft auch für dieses Themengebiet ändern. Michael Wildt, seit Frühjahr 2009 Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin, erläutert im Gespräch mit Zeitgeschichte-online seine Perspektiven auf die NS-Zeit und seine Pläne für künftige Forschungen. In der Langfassung des Interviews geht er darüber hinaus auch auf allgemeinere Fragen des Geschichtsinteresses und Veränderungen des Geschichtsstudiums ein. Das Interview fand am 14. Dezember 2009 in Michael Wildts Büro an der Humboldt-Universität statt. Es entstand im Zusammenhang des Themenhefts „NS-Forschung nach 1989/90“ der Zeitschrift „Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History“.

Die Fragen stellte Jan-Holger Kirsch; Kamera und Schnitt: Susanne Pötzsch.

Spieldauer: 49:24 Minuten

Michael Wildt ist Professor für deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1997 bis 2009 arbeitete er am Hamburger Institut für Sozialforschung. Seine Hauptinteressengebiete sind die Geschichte von Nationalsozialismus und Antisemitismus, Gewalt und Ordnung in der Moderne sowie die Konsumgeschichte.