Bergpanorama, im Tale Davos
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Damian Markutt, Ansicht von Davos, 8. Februar 2020. Quelle: unsplash.com, kostenlos zu verwenden im Rahmen der Unsplash Lizenz.

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Davos im Schatten von Asilomar

Die Konferenz „Genetic Engineering. Its Applications and Limitations“ (1974)

Die Geschichte der Debatten über die möglichen Auswirkungen von Gentechnologie reicht genauso weit zurück wie die Geschichte dieser Methode selbst. Anfang der 1970er Jahre gelang es zwei Teams von US-amerikanischen Wissenschaftler*innen unter der Leitung von Paul Berg bzw. Stanley Cohen, replikationsfähige rekombinierte DNA von verschiedenen Spezies herzustellen. Daraufhin wurden aus der scientific community der Molekularbiologie Bedenken in Bezug auf die biologische Sicherheit des neu hergestellten biologischen Materials geäußert, die an Sicherheitsbefürchtungen in Bezug auf Arbeiten mit karzinogenen Viren anschlossen. Konkret war die Befürchtung, dass E. coli, das natürlicherweise u.a. im menschlichen Verdauungstrakt vorkommt und das als Wirt für neukombinierte DNA dient, pathogene, genauer karzinogene DNA-Kombinationen auf Menschen, Tiere, Pflanzen oder andere Bakterien übertragen könnte.

Aufgrund dieser potenziellen Gefahr veröffentlichten führende US-Molekularbiologen im Juli 1974 den Aufruf zu einem Moratorium für die Forschung mit rekombinanter DNA.[1] Dieses sollte bis Februar 1975 gelten, bis zur Durchführung der viel rezipierten und zitierten Konferenz von Asilomar, die als „entscheidendes Ereignis in der Geschichte der – damals jungen – Wissenschaft der Molekularbiologie“[2] gilt und als Chiffre für eine Vielzahl von teils widersprüchlichen Deutungen steht.[3] Dieser Artikel stellt eine andere Konferenz vor, die etwa ein halbes Jahr vorher stattfand und bei der eine Reflexion der ethischen Aspekte der neuen Technologie im Zentrum stand: das Symposium „Genetic Engineering. Its Applications and Limitations“ im Oktober 1974 in Davos. Obwohl hochkarätig besetzt und thematisch nah an dem, was in Asilomar und darüber hinaus diskutiert werden sollte, hat diese Veranstaltung weder zeitgenössisch noch in der Wissenschaftsgeschichte viel Beachtung erfahren. Dieser Artikel soll sie vorstellen und zeigen, warum sie im Schatten von Asilomar stand.

 

Inkubationszeit

In der Zeit zwischen dem als Berg-Brief[4] in die Geschichtsschreibung eingegangenen Moratoriumsaufruf und der Konferenz von Asilomar bereitete sich nicht nur eine Vielzahl von Wissenschaftler*innen auf internationaler Ebene (vor allem aber aus den USA) darauf vor, auf Grundlage ihrer Expertise Einschätzungen hinsichtlich der biologischen Sicherheit der neuen Technologie zusammenzutragen. Die Rekombination von Nukleinsäuren beschäftigte auch politische Organe. Nur wenige Tage, nachdem der Berg-Brief in Science und Nature veröffentlicht worden war, richtete das britische Advisory Board for the Research Councils die Ashby Working Group ein,[5] eine Kommission von elf Wissenschaftlern unter der Leitung von Lord Eric Ashby,[6] deren Bericht im Januar 1975 veröffentlicht wurde.[7] In der Bundesrepublik gab es zum Zeitpunkt des Erscheinens des Berg-Briefs bereits eine Kommission, die vom Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT) mit der Sache betraut werden konnte: den Sachverständigenkreis Biotechnologie, dessen eigentliche Funktion es war, das BMFT bei der Einrichtung eines vom Bund geförderten Biotechnologie-Programms zu beraten, da die entsprechende Expertise im Ministerium selbst nicht vorhanden war.[8]

In dieser Inkubationszeit der Richtlinien von Asilomar[9] ereignete sich eine Veranstaltung, für die die Beschreibung „aus der Zeit gefallen“ äußerst treffend ist. Vom 10. bis 12. Oktober 1974[10] fand in Davos das Symposium „Genetic Engineering. Its Applications and Limitations“ statt. Veranstalter waren die Schweizer Gesellschaft für Zell- und Molekularbiologie, das Gottlieb Duttweiler Institut, ein think tank für wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Themen, und das Forum Davos.[11] Die Sicherheitsdebatte über Gentechnologie, die in den USA begonnen worden war, spielte aufgrund der Frage von Fremd- und Selbstregulation der Lebenswissenschaften eine entscheidende Rolle. Der Schwerpunkt des Symposiums war allerdings nicht die neue Technologie, sondern die Debatte über die Beziehung zwischen Wissenschaft, Politik und gesellschaftlichen Normvorstellungen. Gentechnologie war ein willkommenes aktuelles Exempel, an dem Fragen auf der systemischen Ebene diskutiert werden konnten.

Obwohl Wissenschaftler verschiedener Disziplinen aus der Bundesrepublik anwesend waren und Fragen thematisiert wurden, die in den bundesdeutschen Debatten der 1980er Jahre breit diskutiert werden sollten, fand diese Konferenz in den 1970ern fast gar keine Beachtung[12] und wurde bisher auch nicht von der Wissenschaftsgeschichte oder anderer Wissenschaftsforschung rezipiert. Dieser Beitrag wirft einige Schlaglichter auf die diskutierten Themen und erläutert, wieso das Symposium von Davos im Diskurs über Gentechnologie keine Verankerung gefunden hat. Immerhin war es eine Gelegenheit, bei der Paul Berg – einer der US-amerikanischen Gentechnik-Pioniere – und der Brite Robert Edwards, der zusammen mit Patric Steptoe für das erste in vitro gezeugte und geborene Baby verantwortlich war,[13] aufeinander trafen. Zwar war das erste in vitro gezeugte menschliche Baby noch nicht geboren worden, die Befruchtung selbst war den beiden aber schon 1968 geglückt und sie hatten 1972 mit der Übertragung von befruchteten Eizellen begonnen.[14]

 

Das Symposium

Das Symposium war von einer Vielzahl an Themen, Disziplinen und Positionen geprägt. Harvey Wheeler vom Center for the Study of Democratic Institutions, der als Leiter der Konferenz eingesetzt worden war, machte diese Forderung explizit: „Scientists can contribute to this discussion as scientists; but they must also contribute to it as citizens. [...] The testimony of scientists is necessary, but not sufficient. The converse is also true. It is not an adequate response to science critics merely to note, as some scientists do, that there critics are not geneticists and therefore need not be taken seriously.“[15]

Das Symposium erfüllte dieses hehre Ziel nicht, denn es war nicht klar, auf welcher Ebene sich die Debatte bewegen sollte. Die thematischen Möglichkeiten reichten von den potenziellen Gefahren, die von E. coli ausgingen, wenn in ihm zwei spezifische Nuklein-Sequenzen neu kombiniert werden würden, bis hin zu normativen Forderungen hinsichtlich des Verhältnisses von Geistes- und Naturwissenschaften. Außerdem kam eine Vielfalt an Vorstellungen von Anwendungsmöglichkeiten der Gentechnologie zusammen. Thematisiert wurden u.a. die Nutzung der Gentechnik zur Herstellung von B-Waffen, ihre Anwendung in der medizinischen Diagnose und Therapie, Gentechnik in der Landwirtschaft, und nicht zuletzt Verquickungen von Gentechnologie und Humangenetik bzw. Reproduktionstechnologien (Diagnostik am Embryo oder Fötus, In-vitro-Fertilisation). Entsprechend schwierig ließen sich – auch für die Teilnehmenden – Bezüge zwischen den einzelnen Vorträgen herstellen.

Auffällig war die große Kluft zwischen verschiedenen Auffassungen der neuen Technologie und ihrer gesamtgesellschaftlichen Bedeutung. Ernst Ulrich von Weizsäcker nutzte seinen Beitrag auf dem Symposium für abstrakte wissenschaftspolitische und gesellschaftliche Forderungen. So bezeichnete er die Trennung von ziviler und militärischer, sachgemäßer und unsachgemäßer, guter und schlechter Wissenschaft als auf den eigenen Vorteil bedachte Augenwischerei.[16] Er forderte stattdessen mehr interdisziplinäre Arbeit zwischen Geistes- und Naturwissenschaften, um der gesellschaftlichen Forderung nach verantwortungsvoller Wissenschaft gerecht zu werden. Darunter verstand er methodologische Interdisziplinarität, die Schaffung bzw. Förderung von Disziplinen wie Sozialmedizin oder Wissenschaftskommunikation und die kontextsensitive Einordnung von Forschungsergebnissen durch Naturwissenschaftler*innen.[17]

Robert Edwards hingegen attestierte den Gegner*innen neuer reproduktionsmedizinischer (nicht gentechnologischer) Methoden Angst, Unwissenheit und Pessimismus. Sie würden unkritisch sowohl das Gute als auch das Schlechte von vornherein verwerfen. Als Analogie nannte er Kernphysik und Bauingenieurswesen, die basal für das Entstehen der Atombombe oder der Gaskammern der Nationalsozialisten gewesen seien.[18] Die Leihmutterschaft stellte aus Edwards‘ Sicht das einzige ethische Problem dar. Andere künstliche Methoden der Befruchtung wie künstliche Insemination und Keimzellenspende bezeichnete er als ethisch unproblematisch, da diese der Behandlung von Unfruchtbarkeit dienen würden.[19] Institutionalisierter Bioethik stand Edwards kritisch gegenüber. Laut ihm sollte sie nur dann betrieben werden, wenn sichergestellt wäre, dass sie von Voreingenommenheit gegenüber Biologie oder Medizin bereinigt worden wäre.[20] Den Medien widmete er dabei besondere Aufmerksamkeit:

„The mass media have a responsibility to publicize work of public concern, but attempts at widespread discussion are often compromised by sensational press reporting, so that the standards of different professions come into conflict as control of the ensuing debate passes from doctor to journalist. Constant recourse to the Press Council is ineffective, since the damage is difficult to repair.“[21]

Paul Berg hingegen war nur an den möglichen Auswirkungen seiner Forschung für die öffentliche Gesundheit interessiert, nicht an breiteren Debatten über Verantwortung und Ethik. Einem Konferenzbericht zufolge nahm er nur widerwillig am Symposium teil: „Paul Berg […] considered every hour away from his lab as a personal loss.“[22]

 

Keine Andockmöglichkeiten

Wie bereits erwähnt, entfaltete das Symposium in der Bundesrepublik kaum Wirkung auf der politisch-regulativen Ebene – obwohl namhafte bundesdeutsche und internationale Wissenschaftler daran teilgenommen hatten und das Thema für das BMFT angesichts der geplanten Biotechnologie-Strategie eine hohe Relevanz hatte. Dies hatte seinen Grund in der Dynamik folgender Faktoren: 

Asilomar warf seinen Schatten voraus. Angesichts der Kriterien für Experimente, für die das Moratorium ausgerufen worden war, wurde im BMFT zunächst Wissen gesammelt. Einschätzungen hinsichtlich der biologischen Sicherheit und der Bedeutung der neuen Technologie für Grundlagen- und Angewandte Forschung hatten im Tagesgeschäft Vorrang vor Überlegungen, was die Technologie für das Verhältnis von Wissenschaft, Gesellschaft und Politik bedeuten könnte.

Als das Symposium in Davos stattfand, warteten politische Akteure darauf, wie die scientific community der Molekularbiologie mit dem Problemkomplex umgehen würde. Auch mit Blick auf die weltweite Vorreiterrolle der USA in der Biotechnologie war die Befürchtung bei Personen in Entscheidungspositionen, durch strenge Regulationsmaßnahmen den Anschluss an die Spitzenforschung zu verlieren und infolgedessen wirtschaftliche Nachteile zu erleiden, spürbar vorhanden. Abgesehen von Paul Berg war zudem niemand aus dem Zirkel der führenden US-Molekularbiolog*innen anwesend. Die Teilnehmenden kamen vor allem aus der Schweiz (unter ihnen viele Studierende) und der Bundesrepublik.[23]

Ein weiterer Faktor war die unterschiedliche Auffassung darüber, was im Zusammenhang mit Gentechnologie überhaupt als ethische Frage gelten könne. Die in Davos vertretenen Naturwissenschaftler verstanden darunter vor allem Fragen, in denen der Mensch unmittelbar zum Objekt wissenschaftlicher Praxis wurde, ähnlich wie in bio- bzw. medizinethischen Diskursen, die sich mit dem Menschen als Objekt von – auch experimentellen – medizinischen Maßnahmen beschäftigten. Dies erklärt, wieso Berg die indirekte potenzielle Gefährdung von Laborpersonal durch freigesetzte, genetisch veränderte Mikroorganismen als wissenschaftlich-technisches Problem, nicht als ethisches, ansprach.

Zugleich fehlte zu diesem Zeitpunkt in der Bundesrepublik und anderswo eine Debatte, die für die in Davos versammelten Akteure und Themen anschlussfähig gewesen wäre.[24] Erstens hatte sich die Molekularbiologie als wissenschaftliche Disziplin etabliert – die Frage nach dem wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Umgang mit Gentechnik unterschied sich in dieser Hinsicht qualitativ von abenteuerlichen (teilweise wohl auch satirischen) Spekulationen wie beim Ciba-Symposium 1962.[25] Zweitens war es zu früh für eine ethische Beschäftigung mit Gentechnik im engeren Sinne, also mit dem Menschen, genauer gesagt der befruchteten Eizelle als bioethischem Objekt. Dass Menschen in vitro gezeugt werden können, stand erst 1978 mit der Geburt von Louise Brown fest.[26] Damit war die Gewissheit, dass der menschliche Embryo materiell für Veränderung des Erbguts verfügbar war, gegeben.[27] Und drittens hatte eine abstrakte Debatte über das Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ohne konkrete Regulationen oder auch nur entsprechende Vorschläge keine Basis, auf der Argumente ausgetauscht werden konnten. Der Wille zu dieser Debatte war vonseiten der Nicht-Naturwissenschaftler bereits in Davos spürbar – für die Lebenswissenschaftler wurden solche Argumente jedoch erst dann relevant, als es um Fragen von Finanzierung oder Haftung ging, die sich aus konkreten Regulationsvorschlägen entwickelt hatten. Diese wiederum entstanden in Reaktion auf Asilomar.

So verpassten die Akteure aus den Lebenswissenschaften die Gelegenheit, neue ethische Fragestellungen bereits auf dem Symposium in Davos zu diskutieren. Sie setzten sich erst mit möglichen Auswirkungen von Wissenschaft und Technologie auf Mensch und Gesellschaft auseinander, als es um eventuelle Einschränkungen durch Regulation der Gentechnik ging. Diese Prioritätensetzung trug nicht dazu bei, das Vertrauen der Öffentlichkeit und teilweise auch der Politik in die Wissenschaft zu festigen. 

 


[1] Berg, Paul et al.: Potential Biohazards of Recombinant DNA Molecules. In: Science 185 (1974), S. 303.
[2] de Chadarevian, Soraya: Asilomar - ein Moratorium und was daraus geworden ist. In: Gegenworte (2005), S. 74–77, hier: S. 74.
[3] Krimsky, Sheldon: Genetic alchemy. The social history of the recombinant DNA controversy. 3. Aufl. Cambridge 1985, S. 100; Nelkin, Dorothy: Commentary. In: Biomedical Politics. Hanna, Kathi E. et al. (Hrsg.). Washington, DC 1991, S. 299–301, hier S. 299; Douglas, Heather: The Moral Responsibilities of Scientists (Tensions between Autonomy and Responsibility). In: American Philosophical Quarterly 40 (2003), S. 59–68, hier S. 64; Gisler, Priska und Kurath, Monika: Paradise Lost? „Science“ and „the Public“ after Asilomar. In: Science, Technology, & Human Values 36 (2011), S. 213–243, hier S. 216.
[4] Aufgrund des Unterzeichners Paul Berg, der einer der Pionier*innen der Gentechnik und einer der zentralen Akteur*innen in der Debatte über die Rekombination von Genen war.
[5] Gottweis, Herbert: Governing molecules. The discursive politics of genetic engineering in Europe and the United States. Cambridge, MA 1998.
[6] Berg, Paul: (10.12.1974) Letter from Paul Berg to Robert S. Stone. Stanford University Libraries. Department of Special Collections and University Archives. Paul Berg Papers. Box: 13
[7] Ashby, Eric: Report of the working party on the experimental manipulation of the genetic composition of micro-organisms. London 1975. Stand: 30.04.2026. Auch: Cassata, Francesco und Chadarevian, Soraya de: Asilomar Across the Atlantic: EMBO, EMBL, and the Politics of Scientific Expertise. In: Journal of the history of biology 58 (2025), S. 95–132, hier S. 103.
[8] Giesecke, Susanne: Wandel in der deutschen Biotechnologie-Politik: Ist der Staat lernfähig? In: Innovationskulturen und Fortschrittserwartungen im geteilten Deutschland. In: Johannes Abele; Gerhard Barkleit; Thomas Hänseroth (Hrsg.). Köln 2001 (Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung, 19), S. 165–192, hier S. 168.
[9] Berg, Paul et al.: Asilomar conference on recombinant DNA molecules. In: Science 188 (1975a), S. 991–994.
[10] Sozusagen parallel zur zweiten Sitzung des Sachverständigenkreises Biotechnologie. BMFT: Sitzung des Sachverständigenkreises Biotechnologie am 11. Oktober 1974, Sitzungsunterlage zu TOP 3: Möglichkeiten und Grenzen der Gen-Manipulation (11.10.1974) BArch 196/31169.
[11] Parry, Renee-Marie C.: The Promethean Situation. The Applications and Limitations of Genetic Engineering – The Ethical Implications, Davos 10-12 October 1974. In: Futures 7 (1975), S. 169-173, hier S. 169.
[12] Die Unterlagen zur Sitzung des Sachverständigenkreises Biotechnologie sind um Statements von Hans Marquardt und Ernst Ulrich von Weizsäcker ergänzt (Hans Marquardt; Ernst Ulrich von Weizäcker: Stellungnahme zum Symposium „The Applications and Limitations of Genetic Engineering-The Ethical Implications“ in Davos (07.03.1975), BArch B 196/31169 – das Weizsäcker-Statement ist leider nicht vollständig erhalten). Eine tiefergehende Diskussion dieser Beiträge oder eine Weiterverfolgung durch den Sachverständigenkreis Biotechnologie oder einer der anderen bundesdeutschen Kommissionen, die sich mit dem Thema der Biosicherheit von Gentechnologie auseinandergesetzt hat, fehlen.
[13] Steptoe, Patrick C., and Edwards, Robert G.: Birth after the reimplantation of a human embryo. In: The Lancet 312 (1978), S. 366.
[14] Edwards, Robert G.: “The bumpy road to human in vitro fertilization.” In: Nature Medicine 7.10 (2001), S. 1091-1094, hier S. 1092.
[15] Wheeler, Harvey: The regulation of scientists: report from Davos. In: The Center Magazine 8 (1975), S. 73-77, hier S. 76.
[16] Weizäcker, Ernst Ulrich von: The Scientific Control of an Explosive Science. How Do Informations Flows Flow in Biology. In: Gottlieb Duttweiler Institute for Economic and Social Studies (Hrsg.): Genetic Engineering. Its Applications and Limitations. Zürich 1974, S. 1–13, hier: S. 1f.
[17] Ebd., S. 8f.
[18] Edwards, Robert G.: Fertilization of Human Eggs in vitro; Morals, Ethics and the Law. In: Gottlieb Duttweiler Institute for Economic and Social Studies (Hrsg.): Genetic Engineering. Its Applications and Limitations. Zürich 1974, S. 73–113, hier: S. 85.
[19] Ebd., S. 83f.
[20] Ebd., S. 98f.
[21] Ebd., S. 99.
[22] Parry 1975, S. 170.
[23] Gottlieb Duttweiler Institute for Economic and Social Studies: Teilnehmerverzeichnis (10.10.1974). Archiv des Gottlieb Duttweiler Instituts.
[24] Eine Untersuchung der Auswirkungen auf den Umgang mit Gentechnologie in der Schweiz wäre ein noch zu erfüllendes Forschungsdesiderat.
[25] Dort kamen vor allem führende Biologen aus dem angloamerikanischen Raum zusammen und spekulierten über mögliche biotechnologische Zukünfte für den Menschen.
[26] Steptoe, Patrick C. und Edwards, Robert G.: Birth after the reimplantation of a human embryo. In: The Lancet 312 (1978), S. 366.
[27] Zwischen der Möglichkeit und Wirklichkeit liegen neben ethischen Hürden auch diejenigen der technischen Machbarkeit. 2018 gab He Jiankui als erste Person überhaupt bekannt, menschliche Embryonen, die ausgetragen und geboren wurden (Zwillinge), gentechnisch verändert zu haben. Jing-ru Li et al.: Experiments that led to the first gene-edited babies: the ethical failings and the urgent need for better governance. In: Journal of Zhejiang University-Science B (Biomedicine & Biotechnology 20, 32–38 (2019).

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Zitation

Anna Rifat Klassen, Davos im Schatten von Asilomar. Die Konferenz „Genetic Engineering. Its Applications and Limitations“ (1974), in: zeitgeschichte|online, , URL: https://www.zeitgeschichte-online.de/themen/davos-im-schatten-von-asilomar

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